Kirchensanierung  -  Kurz vor dem Abschluss (Stand Anfang November)

Wie im letzten Gemeindebrief berichtet, war die pünktliche Fertigstellung der Kirchensanierung aufgrund der großen Sommerhitze eine terminliche Herausforderung. Trotz mehrfacher Korrektur des Terminplans konnte der vom Baubeginn am 9. Juli an geplante Termin zur großen Abnahme am 8. November eingehalten werden - wobei einige Teilleistungen (Heizung/Lüftung und Elektro) noch in Arbeit waren. Die Abnahme dieser Gewerke folgt voraussichtlich bis Mitte/Ende November, sodass zum dritten Advent - und damit kurz nach Erscheinen des Gemeindebriefs - wieder Gottesdienst in der Auferstehungskirche gefeiert werden kann.  
 
Die Mitteilung zum Stand der Kirchensanierung im letzten Gemeindebrief war insbesondere vom Bericht über Abrissarbeiten und Rückbaumaßnahmen gekennzeichnet. Nach dem Abriss der asbesthaltigen Außenhaut und dem Aufbringen von Dämmung und Unterkonstruktion konnte unmittelbar mit der Montage der neuen Eternitverkleidung begonnen werden. Dabei wurden die Arbeiten in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt: Abbau von oben nach unten, Neueindeckung von unten nach oben. Ausgenommen jeweils der Glockenturm, dessen Verkleidung zuletzt abgebrochen und zuerst wieder angebracht wurde - um das dazu nötige Gerüst jeweils auf der offenen Unterkonstruktion der Dachfläche stellen zu können.  
 
Parallel dazu sind die Reparatur- und Ertüchtigungsarbeiten im Inneren erfolgt: Die neue wärmedämmende Verglasung wurde eingebracht, die reparierte und gereinigte Ornamentverglasung wieder montiert. Außerdem erfolgte die Dämmung der Wandflächen einschließlich frischem Verputz und Anstrich. Heizkörper und gedämmte Wandstücke sind nun im selben Farbton (Telegrau 04) gestrichen, sodass die Heizkörper etwas in den Hintergrund rücken.    

Photovoltaik

Kontrastierend dazu wurde der Anstrich der Stahlträger in Anthrazit erneuert. Nach dem Ausbau des alten Fußbodens und dem Einbau von Induktionsschleifen (ermöglichen die Direktübertragung von Mikrofon zu Hörgerät) und neuem Teppichboden erfolgte der Abbruch der alten Brüstung der Empore. Auch der Kanal der bauzeitlich vorgesehenen Luftheizung wurde rückgebaut, sodass die Empore etwas an Fläche dazugewinnt. Durch eine geplante neue Glasbrüstung wird die Kommunikation zwischen Chor und Liturg verbessert und eine intensivere Gottesdienstteilhabe für Emporennutzer ermöglicht. Im Außenbereich mussten neben der Montage der neuen Eternitplatten auch die Halterungen für die Blitzschutzanlage installiert sowie Wetterschutzwinkel für die Holzfensterelemente von außen montiert und einige Holzteile neu getrichen werden.
Auch beim Einbau der Fenster waren einige Arbeiten von außen vorzunehmen. Durch direkte Absprache der Handwerker untereinander und gute Koordination durch das betreuende Architekturbüro konnte hier dankenswerterweise gut getaktet und ohne gegenseitige Beeinflussung gearbeitet werden, sodass letztendlich der Terminplan eingehalten werden konnte.

Sakralraum

Mit als letzter Arbeitsschritt war der Einbau der Photovoltaikanlage geplant. Durch Lieferschwierigkeiten und den nötigen Import aus der Schweiz hat sich hier eine weitere Verzögerung ergeben, welche die Zimmerei Leiz durch zusätzliche Arbeitsstunden am Brückentag ausgeglichen hat. Nun ist die Photovoltaikanlage vollständig montiert und abnahmebereit. Abschließend werden noch die Eternitplatten ringsum angebracht, sodass bis zum 8. November die gesamte Außenhaut fertiggestellt sein wird. Parallel zu den Restarbeiten am Dach erfolgen noch Malerarbeiten im Außenbereich. So kann nach der Abnahme dann unmittelbar das Gerüst abgebaut werden. Als weitere Arbeit steht neben der abschließenden Baureinigung insbesondere die Elektroinstallation im Innenbereich an, sodass die neue Beleuchtung der Kirche und die Photovoltaikanlage funktionsfähig und steuerbar sind. Im Zuge der Bauarbeiten haben sich einige weitere Punkte ergeben, die angegangen werden mussten.

Im Gemeindesaal hatte sich auf dem Teppichboden vor der Küche Schimmel gebildet, sodass dieser dort entfernt werden musste. Nun wird nach der Ursache für die Schimmelbildung gefahndet und ein Provisorium eingebaut. In Kürze (wohl im Februar 2019) steht dann dementsprechend der Einbau eines neuen Fußbodenbelags im Gemeindesaal an.  

Nachdem nun neben der Neueindeckung der Fassade und dem entsprechenden neuen Anstrich der Metallteile im Erdgeschoss auch die Betonelemente des Kirchengebäudes im Erd- und Untergeschoss neu lasiert werden, sollen auch die Fensterrahmen im Untergeschoss beim Gemeindesaal nach Abbau des Gerüsts einen neuen Anstrich erhalten. Somit wird das Kirchengebäude nach Abschluss der Maßnahmen von außen „wie neu“ aussehen.  Da gutes Aussehen nicht alles ist, stehen perspektivisch die Renovierung des Gemeindesaals und auch der Aus- und Umbau des Küchenbereichs auf der Agenda - aber das ist eine neue Maßnahme, die zu gegebener Zeit mit der entsprechenden Planung angegangen werden wird. Am wichtigsten ist jedoch, dass gutes Aussäen alles ist - lassen Sie uns also in diesem Sinne in unserer neuen alten Kirche weiterhin gut zusammenkommen und gemeinsam Gottesdienste und auch sonstige Feste feiern und Gemeinschaft genießen.       Matthias Herrmann

Empore